"Jedes Kind soll die Möglichkeit erhalten, zu dem Zeitpunkt eingeschult zu werden, der seiner individuellen Lernbiographie am besten entspricht." Dr. A. Schavan
Seit 1997 erprobt die Heuchlinger Grundschule im Modellversuch "Schulanfang auf neuen Wegen" des Kultusministeriums Baden-Württemberg eine veränderte Eingangsstufe. Seither nimmt die Schule alle Kinder spätestens mit Beginn der Schulpflicht auf "Schulfähigkeit" ist nicht mehr Bedingung, sondern unter Umständen ein erstes Ziel des Anfangsunterrichts. Um unterschiedlichen Entwicklungsgeschwindigkeiten gerecht zu werden, bietet die Schule zwei Eingangstermine (September und Februar) an. Der Wechsel in die Klasse 3 erfolgt individuell nach 1 bis 3,5 Jahren.
Um dieser Heterogenität in den Voraussetzungen gerecht werden zu können, ist unser Anfangsunterricht geprägt von den Stichworten Differenzierung und Individualisierung, fächerverbindendes Lernen in Projekten und unserem Schulmotto "Lernen mit Kopf, Herz und Hand". In einem rhythmisierten Vormittag ermöglicht der Wechsel von strukturierten und offenen Lernformen das Zusammenspiel der Lernebenen.
Die 2 Eingangstermine und die unterschiedliche Aufenthaltsdauer der Kinder im Anfangsunterricht führen zur Bildung von jahrgangsgemischten Lerngruppen. Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit , Lernen von anderen Kindern und die Übernahme von Verantwortung im Rahmen von Patenschaften können die Fülle an Sozialentwicklungschancen nur andeuten.
Unterrichtsgestaltung
"Mit der Aufnahme aller Kinder stellt sich für die Schulen die Aufgabe, mit einer größeren Heterogenität umzugehen. Der Unterricht muss daher so gestaltet sein, dass jedes einzelne Kind entsprechend seinen Voraussetzungen Lernangebote nutzen kann. Formen des offenen Unterrichts (Tages- und Wochenpläne, Werkstattangebote, Arbeit in Lernecken bzw. Aktivitätsbereichen u. ä.) sind Grundlage der schulischen Arbeit. Die Kinder erhalten Gelegenheit und Anleitung zum selbständigen Lernen." Burk
Diese äußerst kindzentrierte Unterrichtsgestaltung erfordert eine klare Rhythmisierung des Schulvormittags mit Phasen der Anspannung und Entspannung. Um individualisierten Unterricht nicht zum "Ego-Unterricht" verkommen zu lassen, braucht es ein bewusst gestaltetes Gegengewicht an gemeinschaftsfördernden Angeboten.
Merkmale dieses Unterrichts sind:
In diesem Dokument gibt es offizielle Infos des Kultusministeriums Baden-Württemberg.